Abstieg nach acht Jahren B-Klasse durch 1:3 in Stadtfeld besiegelt - Personalplanungen auf gutem Wege

Das war´s, MSV: Durch das 1:3 am 26. und finalen Spieltag der Kreisliga-B-Saison 2007/08 in Stadtfeld bei der SG Wallenborn II ist die Mannschaft von Trainer Heinz Sifferath auf den letzten Platz abgerutscht. Nach acht Jahren in der zweithöchsten Spielklasse des Fußballkreises Eifel muss der MSV 1965 damit den bitteren, aber aufgrund einer größtenteils katastrophalen Saison mit nur zehn Pluspunkten nicht unerwarteten Gang zurück in die C-Klasse antreten. Auch in Stadtfeld war das Dilemma der Schneifel-Füchse deutlich zu erkennen: Der letzten Einsatz, die notwendige Konzentration, Cleverness und vor allem Geschlossenheit fehlten über weite Strecken. Nur nach dem Anschlusstor durch Frank Mölter zum 1:2 (72.) flackerte für einige Minuten nochmal Hoffnung auf.
"Mit frischem Mut einen Neubeginn starten", lautete schon kurz nach sem Abpfiff die Devise von Trainer Heinz Sifferath, der das Traineramt erst in der Winterpause übernommen hatte und nicht mehr retten konnte, was im Grunde nicht mehr zu retten war...
Stand der Dinge ist: Der Großteil des Teams hat sich bereit erklärt, in der C-Klasse "den Karren aus dem Dreck zu ziehen". An Abgängen stehen lediglich Frank Mölter (SG Großkampen), Stefan Daun (berufsbedingt), Sascha Kruft (zurück nach Prüm) und Fritz Mölter (altersbedingt) fest. Jugendspieler Patrick Wudy wird ab September offiziell spielberechtigt sein und kann mit seinem Talent auf Anhieb eine Verstärkung werden. Mit Neuzugängen "von außen" sind der Vorstand und Trainer Sifferath in Gesprächen. Weitere Nachwuchskräfte werden im Laufe der kommenden Runde das 18. Lebensjahr vollenden und dann ebenfalls einsatzberechtigt sein.
Die zweite Mannschaft (zum Abschluss 1:1 bei der SG Neidenbach)wird aus Personalgründen aufgelöst. Aus dem Kader wird der eine oder andere den Sprung in die Erste wagen, andere wie u.a. Erwin und Ralf Krämer sowie Alois Lenz wollen sich auf ihre Spielertätigkeit bei den Alten Herren konzentrieren. Verlassen werden aus der bisherigen D-Liga-Mannschaft den MSV die Akteure Michael Funk und Alberto Reis

"Erste" will Drama von Nohn mit guter Leistung gegen Prüm (etwas) vergessen machen - "Zwote" mit Doppeleinsatz

"Ein Spiel für die Ewigkeit" So titelt die Homepage des FC Prüm in ihrer Kreisliga-B-Rundschau zum vergangenen Wochenende. Für Spieler, Trainer, Fans und Verantwortliche des Mehlentaler SV 1965 wird die Partie beim SV Nohn wohl noch einige Jahre in lebhafter Erinnerung bleiben. Und das in sehr negativer Art. Mit 3:0 hatten die Schneifel-Füchse nicht einmal unverdient nach Treffern von Kalle Trexler und Frank Mölter (2) geführt, ehe das - für die Beteiligten eigentlich auch Tage später unerklärbare - Unheil seinen Lauf nahm. War es die Angst vor dem Gewinnen, war es der plötzlich explodierende Gegner oder waren es schlichtweg Unkonzentriertheiten und Pomadigkeiten? Wohl von allem etwas.
Trotzdem: Traumatische Erinnerungen dürfen nicht zurück bleiben. Immerhin war das Team von Trainer Heinz Sifferath bis zur 80. Minute am Sieg dran. Ein 3:0 zu verspielen darf eigentlich gerade in der Kürze der Zeit auf gar keinen Fall passieren, ist aber im Fußball schon häufiger vorgekommen; auch am Wochenende noch in der Region: Rheinlandligist Eintracht Trier II verlor gegen Dörbach noch mit 3:5 nach klarem 3:0 zur Pause, in der Bezirksliga ebnete sich der SV Lüxem mit vier Treffern binnen acht Minuten den Weg zum 4:2 bei der SG Wallenborn.
Zurück zur B-Klasse, in deren Niederungen sich der MSV 1965 weiterhin befindet, dennoch aber die kleine Chance hat, noch Vorletzter zu werden und an der Relegation teilzunehmen: Im brisanten Lokalduell gegen den FC Prüm werden sich die Trexlers, Hoffmanns, Mölters & Co. am Samstag Abend, ab 20 Uhr, an der Mehlener Straße absolut zerreißen wollen. Bereits im Hinspiel hielten die Füchse gut mit und zogen sich beim 1:3 achtbar aus der Affäre. Wünschen wir uns - siehe auch das Duell mit Auw II vor einigen Wochen mit der Last-Minute 2:3-Niederlage - ein packendes Derby und etwas Zählbares. Dann wären die Lästermäuler, die vielen von uns nach dem Nohn-Desaster "zu schaffen" machten, wohl verstummt?

Doppelspieltag an der Mehlener Straße: "Erste" nach knappem 1:2 gegen Birresborn gegen Rivalen Auw - "Zwote" gegen FCK

"An die gute, kämpferisch einwandfreie und phasenweise auch spielerisch überzeugende zweite Halbzeit des Birresborn-Spiels anknüpfen": Das ist die Devise des Fußball-B-Ligisten Mehlentaler SV 1965 vor dem kommenden Punktspiel am Sonntag, 16 Uhr (!) gegen den Schneifel-Rivalen und Aufstiegsmitfavoriten SG Auw/Ormont/Hallschlag/Stadtkyll II. Der MSV hatte unter seinem neuen Trainer Heinz Sifferath im ersten Match nach der langen Winterpause am Ostermontag gegen den SV Eintracht Birresborn zwar noch nichts Zählbares erringen können, war aber in den zweiten 45 Minuten nicht mehr weit weg von einem Punktgewinn. Nach dem verwandelten Foulelfmeter durch Siggi Steimer hatte Stefan Daun sogar die Chance, das 2:1 für die Schneifelfüchse zu erzielen, scheiterte aber an seinen Nerven. Wenige Minuten vor dem Ende traf Birresborn zu - freilich insgesamt verdienten - 2:1.

Dass Duelle mit der SG Auw immer einen ganz besonderen Reiz ausüben und mitunter zusätzliche Kräfte freimachen können, bewies der MSV noch im Hinspiel, als beim 1:1 in Ormont Mitte September der erste Punktgewinn der laufenden Saison gelang...

Vor der B-Liga-Begegnung am Sonntag trifft die MSV-Reserve am Sonntag, 14 Uhr, ebenfalls an der Mehlener Straße in der D-Klasse auf den FC Karlshausen.

MSV verliert in Schlusssekunde gegen Nachbar Auw II - Trainer Heinz Sifferath gibt Zusage für neue Saison - Für die "Zwote" geht es jetzt in die "Vollen"

Auch im zweiten Spiel nach der Winterpause durfte das Schlusslicht der Kreisliga B, Staffel I. der Mehlentaler SV 1965, an etwas Zählbarem schnuppern. Sechs Tage nach dem knappen 1:2 gegen den SV Eintracht Birresborn setzte es am Sonntag ein 2:3 gegen das Spitzenteam SG Auw/Ormont/Hallschlag/Stadtkyll II. Bis zur Schlusssekunde hofften die Schützlinge von Heinz Sifferath diesmal sogar auf ein Remis, ehe Bernhard Klasen mit einem Traumfreistoß aus 16,5 Metern über die MSV-Mauer das entscheidende Tor markierte. Der Sieg der Bezirksliga-Reserve war verdient, gleichwohl war der MSV 1965 immer im Spiel ? und hatte den drei, vier ?tausendprozentigen? Chancen der Gäste auch die eine oder andere Möglichkeit entgegen zu setzen, wie die etwa von Albert Hoffmann, als er die Kugel beim Stande von 2:2 Zentimeter am Kasten von René Henkes vorbei setzte. Durch einen von Siegbert Steimer verwandelten Foulstrafstoß waren die Schneifelfüchse in Front gegangen, bis Mitte der zweiten Halbzeit hatte das Team von Trainer Norbert Hacken dank zweirer MSV-Eigentore den Spieß gedreht. Frank Mölter egalisierte.


Dass beim MSV 1965 trotz erst sechs Punkten auf der Habenseite sicher nicht die Lichter ausgehen, belegen nicht nur die knapp 200 Zuschauer (davon freilich viele aus Auw & Co.) an der Mehlener Straße und schon jetzt Dutzende verkaufte der neuen MSV-Schals.


Auch die personelle Weichenstellung für die kommende Saison gibt Anlass zu Optimismus: Trainer Heinz Sifferath hat dem MSV-Vorsitzenden Willy Sohns die Zusage für die neue Saison gegeben ? und bei der Spielerbesprechung hat das Gros des aktuellen Kaders zugesagt. Einige Spieler konnten sich jetzt (noch) nicht dazu entschließen, zuzusagen. ?Gemeinsam mit Vertretern des Vorstandes werden wir jetzt gezielt auf die Spieler zugehen und wollen sie von einem Verbleib im Mehlental überzeugen?, so Coach Sifferath, der vor Tatendrang nur so sprüht.


Nachdem der Rasenplatz an der Mehlener Straße am Sonntag noch keine zwei Partien auszuhalten schien, geht es für die MSV-?Zwote? jetzt in die Vollen: Freitag, 19.30 Uhr, geht es in der Kreisliga D II gegen die DJK Watzerath II, am Sonntag, 12.30 Uhr, folgt das Duell mit der SG Lambertsberg (in Lambertsberg). Die Erste muss am Sonntag auf dem Hartplatz Farbe bekennen.