Die Tabellenführung hat der MSV 1965 zwar am Sonntag Nachmittag verloren und ist nach dem eigenen 2:2 im Spitzenspiel beim SV Lissingen auf den zweiten Platz in der Kreisliga C II zurück gefallen, während die SG Lambertsberg II dank eines 2:0 bei der SG Lünebach jetzt die Pole Position inne hat – trotzdem konnten die Schneifelfüchse den Hartplatz im Gerolsteiner Stadtteil mit einem guten Gefühl verlassen: Immerhin reichte es im Duell beim Dritten der Tabelle zu einem Remis und das ohne die beiden Stammspieler Michi Zeimmes und Ingo Pensky. An gleicher Stätte hatte es in der Vorsaison übrigens noch eine peinliche 1:8-Schlappe gegeben.

Die Anfangsphase ging zwar auch diesmal an den SV Lissingen, doch der MSV konnte sich schnell aus der Umklammerung befreien und setzte gerade in Person von Patrick „Rudi“ Wudy immer wieder zu gefährlichen Vorstößen an. Blitzschnell näherte sich der Mittelfeldspieler auch in der sechsten Minute dem Tor der Gastgeber, nachdem er schön von Daniel Kussmaul in Szene gesetzt worden war und schloss zum 0:1 ab – sehr zur Freude der 40 mitgereisten Mehlentaler Anhänger unter den exakt 83 Besuchern.

In der Folge blieb der lauf- und kampfstarke MSV am Drücker, hatte durch Lukas Maas und zwei Mal Marco Dressler bis zur 20. Minute drei weitere gute Möglichkeiten. Auf der Gegenseite wurde es erstmals in der 28. Minute brenzlig, Nico Lorsbach war aber wieder mal die Ruhe selbst und rettete gegen Andreas Blum. Kurz vor der Pause noch die große Chance für Lukas Maas, mit einem Alleingang alles klar zu machen, doch auch er scheiterte. Nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag. Zwei Mal war der MSV hinten unaufmerksam und prompt schlug es binnen 60 Sekunden auch zwei Mal ein. Johannes und Daniel Wentnagel waren für die Hausherren erfolgreich (53., 54.)

Doch der MSV war keineswegs geschockt und kam durch eine sehenswerte Einzelleistung von Joachim Mayer wiederum nur Sekunden später zurück (55.).

Hüben wie drüben gab es danach noch weitere gute Chancen. Auf MSV-Seite fand Patrick Wudy mit einem Kopfball aus kurzer Distanz seinen Meister im sensationell reagierenden Lissinger Schlussmann Marco Okovic. Nikolai Degtjarev scheiterte rund 100 Meter entfernt am Außenpfosten.

„Ein gerechtes Remis, das Euch mehr hilft als uns.“ Mit diesen zutreffenden Worten gratulierte Lissingens Trainer Volker Eis MSV-Coach Valentin Schoos zum Punktgewinn.

Am siebten Spieltag geht es nun mit einem Derby an der Mehlener Straße weiter: Die dritte Mannschaft der SG Auw/Ormont/Hallschlag/Stadtkyll ist am Sonntag, ab 14.30 Uhr, zu Gast an der Mehlener Straße.

Und auch die „Zwote“ empfängt einen Schneifelrivalen: Ab 12.30 Uhr geht es gegen den SV Roth bei Prüm.

Im Vorspiel unterlag das Team um Spielertrainer Albert Hoffmann am Sonntag mit 1:4 beim amtierenden D-II-Meister SV Lissingen II. Enttäuscht sein musste indes keiner nach der Niederlage. Schließlich war man über eine Stunde lang gegen eine spielstärkere und eingespieltere Mannschaft gut im Spiel. Der sehr gut aufgelegte Dominik Breuer markierte im Anschluss an einen Latten-Freistoß von Marvin Tautges in der 14. Minute sogar die Führung des MSV. Der Ausgleich aber nur drei Minuten später. Kurz vor der Pause noch die gute Gelegenheit für Roman Ennen, das zweite MSV-Tor zu markieren, in der 57. Minute scheiterte Dominik Breuer aus kurzer Distanz nur knapp. Nach dem Lissinger 2:1 in der 64. Minuten schwanden dann aber Kraft und Konzentration bei der diesmal diszipliniert agierenden „Zwoten“. Der SVL II schraubte das im Endeffekt um ein Tor zu hohe Ergebnis in der 73. Und 85. Minute auf 4:1.

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