Dreimal Busch, einmal Zeimmes: EMESVAU schlägt den Spitzenreiter!

Wenn das mal kein Ausrufezeichen im ersten Spiel nach der ellenlangen Winterpause war: In einem Nachholspiel bezwang der MSV 1965 am Mittwochabend vor der offiziellen Kulisse von 105 Zuschauern den Spitzenreiter der Kreisliga B I, die SG Schneifel Stadtkyll II, verdientermaßen mit 4:2. Damit hat sich das Team von Trainer Norbert Hacken vor dem nächsten Topduell in Position gebracht: Samstag, ab 15 Uhr, schlägt der SV Fortuna Ulmen an der Mehlener Straße auf. Den MSV als Vierten (15 Spiele/31 Punkte) trennt von den Ulmenern nur ein Platz und ein Zähler. Davor liegt die SG Wiesbaum auf Position zwei (14/32). Erster ist unverändert Schneifel II, das in 16 Partien 34 Punkte gesammelt hat.

Mit dem Selbstverständnis eines Spitzenreiters trat die Bezirksliga-Reserve auch in Gondenbrett zunächst an. Die Spielgemeinschaft ließ den Ball bis Mitte der ersten Hälfte immer wieder druckvoll in den eigenen Reihen laufen und sorgte aus dem Mittelfeld heraus für Gefahr. Der MSV wirkte in seinem ersten Match nach der dreieinhalbmonatigen Pause anfangs doch noch etwas unsicher, hatte aber von Beginn an die besseren Chancen. So verpasste der wie aufgedreht spielende Marcel Busch bereits in der dritten Minute nach einem Rückpass knapp das Ziel. 15 Minuten waren absolviert, da scheiterte er am Ex-Mehlentaler im Schneifel-Kasten, Nico Lorsbach.

In der 25. Minute war es dann aber soweit: Der ebenfalls bärenstarke Michi Zeimmes eroberte sich den Ball, legte klug ab auf Busch, der geschickt an Lorsbach vorbei zum 1:0 traf. Doch die mit vielen Bezirksliga erfahrenen Kräften angetretenen Vereinigten aus Stadtkyll, Auw, Ormont und Hallschlag ließen sich davon nicht beeindrucken und trafen im Anschluss an einen zu kurz geklärten Ball im nachsetzen zum 1:1 (Tobias Johanns, 31.).

Wie so oft unter Flutlicht und auf schnellem Rasen blieb auch dieses Derby spannend und abwechslungsreich. Der MSV bekam Schritt für Schritt mehr Zugriff auf das Spiel und brachte die SG-Abwehr mit seinen schnellen Vorstößen immer wieder in die Bredouille. In Minute 36 war es erneut Zeimmes, der Busch auflegte, der cool zum 2:1 abschloss. Aus spitzem Winkel markierte Busch dann sogar das 3:1 (48.). Nach einem raffiniert getretenen Freistoß war Artur Heck mit dem 3:2 zur Stelle (64.).

Die SG lockerte die Defensive, was dem MSV Räume eröffnete. Das war wiederum ganz nach dem Geschmack des pfeilschnellen Zeimmes. In der 80. Minute ließ er dem guten Lorsbach beim 4:2 keine Chance.

Die Gäste gaben sich bis zum Schluss nicht auf. Mal fehlte ihnen aber das Glück, mal die Präzision oder aber der eine Bierruhe ausstrahlende Tobias Hockertz im MSV-Kasten  klärte rechtzeitig.

Es war ein hartes Stück Arbeit. Unterm Strich hat sich auch der große Aufwand in der Wintervorbereitung – unter anderem mit zwei Testspielen im knapp 40 Kilometer entfernten Leudersdorf – bezahlt gemacht. Die Hacken-Elf war bis zum Abpfiff des sehr souverän leitenden Schiedsrichters Yannick Horten läuferisch auf der Höhe – und wird dies sicher auch in den nächsten Wochen sein (können).

Unsere Zwote erzielte am vergangenen Sonntag in ihrem ersten 2018er Spiel auf dem Arzfelder Kunstrasen ein 1:1 beim SV Eifelland Waxweiler II. Pascal Krämer markierte in der neunten Minute das 0:1. Waxweiler glich in der 85. Minute durch Emil Trakic aus und hätte beinahe kurz vor Schluss noch das 2:1 erzielt; MSV-Torwart René Becker hielt aber einen Elfmeter. Bereits am Freitag, 20 Uhr, kommt es an der Mehlener Straße zum Vergleich mit der SG Neuerburg III. Sonntag, 12.30 Uhr, geht es dann mit der Partie gegen die SG Arzfeld III weiter.