Mehlentaler SV und SC Bleialf gründen Spielgemeinschaft

Gemeinsam und mit besseren Perspektiven in die Zukunft:  Eine Spielgemeinschaft für den Seniorenbereich haben der Mehlentaler SV 1965 Gondenbrett und der SC 1949 Bleialf ab dem 1. Juli zunächst für die Dauer von drei Jahren vereinbart.

Geplant ist, in der Saison 2019/20 mit zwei Seniorenmannschaften in der Kreisliga an den Start zu gehen.

Die Mehlentaler betreten nach 54 Jahren der Eigenständigkeit Neuland, haben aber nach Aussage ihres Vorsitzenden Gustav Döhring „die Zeichen der Zeit erkannt“. Über Jugendspieler verfügt der MSV aktuell so gut wie keine mehr. „Personell war es in unseren beiden Seniorenmannschaften schon in der ablaufenden Saison sehr eng. Dieser Trend hätte sich bestimmt fortgesetzt“, so Döhring weiter.

Die Anfrage von Bleialf kam nach deren Trennung von den bisherigen SG-Partnern SV Winterspelt und Habscheider SV relativ kurzfristig. „Das Thema haben wir im Vorstand und mit unseren Spielern trotz der zeitlichen Knappheit intensiv und kontrovers diskutiert. Jene, die gerne an der Eigenständigkeit festgehalten hätten, können wir natürlich verstehen. Doch wir müssen an die Zukunft denken und wollen unseren aktuellen Spielern auch ein leistungsorientiertes Angebot ermöglichen“, sagt der zweite Vorsitzende des MSV, Albert Hoffmann. Er betont: „Der MSV wird seine Identität sicher nicht verlieren. Weiter werden wir so zum Beispiel unseren traditionellen Veranstaltungen wie den Nachtumzug oder die Sporttage organisieren.“

Sowohl Hoffmann, wie auch Vorsitzender Döhring sehen im SC Bleialf den passenden Partner. Spieler aus beiden Lagern sind in der Vergangenheit auch mal für den jeweils anderen Verein aufgelaufen. „Die Wechsel gingen immer sauber über die Bühne“, erinnert sich Döhring, der grundsätzlich von „traditionell gut nachbarschaftlichen Beziehungen nach Bleialf“, berichtet. In der abgelaufenen Saison habe man zudem einige A-Junioren als Gastspieler in der JSG Bleialf „bestens aufgehoben“ gesehen, merkt Hoffmann an.

Der Vorstand des SC Bleialf erinnerte sich nach der einvernehmlichen Auflösung der vorherigen SG mit Habscheid und Winterspelt an vormalige Anfragen seitens des MSV zur Bildung einer Spielgemeinschaft: „Nach Gesprächen mit unseren Spielern und deren Befürwortung der neuen SG wurde eine kurzfristige Kontaktaufnahme mit dem MSV gestartet.“ Diese ersten unverbindlichen Gespräche beider Vorstandschaften verstärkten bei dem ersten  Vorsitzenden Manfred Rausch und dem sportlichen Leiter Peter Brandt den Eindruck, dass beide Vereine in ihren sportlichen Zielen übereinstimmten und sie empfahlen dem SCB-Vorstand, detailliertere Verhandlungen mit unserem Nachbarn aufzunehmen. So wurde dann mit heißer Nadel an einem Kooperationsvertrag gestrickt und die Eckpunkte für die neue SG festgehalten. „Dieser partnerschaftliche und in großem Einvernehmen erstellte Vertrag erleichtert es dem MSV mit Sicherheit, das Betreten des Neulandes SG – auch wenn es kurzer, schneller Schritte bedurfte – ein wenig leichter anzugehen“, ist sich der SCB-Vorsitzende Rausch sicher.

Die Spielgemeinschaft heißt in der kommenden Saison SG Mehlental/Bleialf, ehe 2020/21 die Bleialfer federführend sind. Die Hinrundenpartien der ersten und zweiten Mannschaft sollen auf der Sportanlage an der Mehlener Straße in Gondenbrett, die Rückserie dann in Bleialf stattfinden.

Ihren ersten offiziellen fußballerischen Auftritt wird die SG bei der Sporttagen im Mehlental am Samstag, 13. Juli, haben.